9 architektonische Wunder, die es zu sehen gilt – vom eleganten Rokoko bis zum dramatischen Barock.

Autoren / Fotoquelle: Javier Alamo/Pixabay und Pixabay.
Inhalt:
- Spüren Sie die Kraft und Ruhe des romanischen Stils im Kloster Maria Laach in Deutschland.
- Entdecken Sie die Türme und Buntglasfenster der gotischen Architektur im Kölner Dom.
- Genießen Sie die Harmonie der Renaissance in Santa Maria del Fiore, Florenz.
- Treten Sie ein in die dramatische Welt des Barock im spanischen Santiago de Compostela.
- Erleben Sie die Ordnung und Symmetrie des Klassizismus im Konzerthaus Berlin.
- Entdecken Sie die Leichtigkeit und Fantasie des Rokoko in Amalienburg, Deutschland.
- Tauchen Sie ein in ein orientalisches Märchen im maurischen Stil in der Alhambra in Spanien.
- Entdecken Sie die Kurven, Blumen und die Freiheit des Jugendstils im Castel Béranger in Frankreich.
- Bewundern Sie die Schönheit und Einfachheit des Funktionalismus in der Finlandia-Halle in Helsinki.
Jeden ersten Montag im Oktober ist Weltarchitekturtag – die perfekte Gelegenheit, mehr über Architekturstile zu erfahren und eine Reise zu historischen Sehenswürdigkeiten zu planen. Erleben Sie, wie sich die Menschheit Schönheit im Laufe der Zeit vorgestellt hat: von schlichten Steinklöstern bis hin zu glänzenden Glasblumen der Zukunft. Bei einer solchen Reise geht es nicht nur um Sightseeing – sie zeigt auch, wie sich Geschmack, Technologien und Träume im Laufe der Jahrhunderte entwickelt haben.
Spüren Sie die Kraft und Ruhe des romanischen Stils im Kloster Maria Laach in Deutschland.

Autoren / Fotoquelle: Martti Salmi/Unsplash.
Die Romanik (11.–12. Jahrhundert) bescherte uns Kirchen, die fast wie Festungen wirkten – mit dicken Mauern, kleinen Fenstern und ruhigen, soliden Formen. Das 1093 gegründete Kloster Maria Laach ist eines der schönsten Beispiele der deutschen Romanik mit seiner charakteristischen Kolonnade und einer kleinen Westempore, dem sogenannten „Paradies“, die im 13. Jahrhundert hinzugefügt wurde. Das Kloster liegt in der Nähe von Bonn und scheint aus dem Fels gehauen – ein Ort, an dem man den Hauch der Geschichte förmlich spüren kann. Weitere Beispiele sind der Dom zu Speyer in Deutschland und der Dom zu Pisa in Italien.
Entdecken Sie die Türme und Buntglasfenster der gotischen Architektur im Kölner Dom.

Autoren / Fotoquelle: B. Hochsprung/Pixabay.
Gotik steht für Spitzbögen, hohe Gewölbe und riesige Buntglasfenster. Der Bau des Kölner Doms begann 1248 und wurde erst 1880 offiziell abgeschlossen – eine Verbindung mittelalterlicher Vision mit der Pracht des 19. Jahrhunderts. Seine farbenfrohen Fenster leuchten wie Juwelen, während die hohen Türme den Himmel zu berühren scheinen. Besuchen Sie in Paris Notre-Dame oder in Prag den Veitsdom – und Sie werden verstehen, warum gotische Architektur noch heute Ehrfurcht einflößt.
Genießen Sie die Harmonie der Renaissance in Santa Maria del Fiore, Florenz.

Autoren / Fotoquelle: Andrea Corsi/Pixabay.
Die Renaissance entstand in Italien und brachte Ausgewogenheit, Proportionen und Schönheit in die Architektur zurück. Santa Maria del Fiore, gekrönt von Brunelleschis großer Kuppel, ist ein Symbol dieses Stils – perfekt ausgewogen und prachtvoll. Bewundern Sie auch den Petersdom in Rom oder den Palazzo Pitti in Florenz.
Treten Sie ein in die dramatische Welt des Barock im spanischen Santiago de Compostela.

Autoren / Fotoquelle: Javier Alamo/Pixabay.
Barockarchitektur ist bekannt für ihre kunstvollen Fassaden, Rundungen und reiche Skulpturen. Die Kathedrale von Santiago de Compostela stammt aus der Romanik (10.–12. Jahrhundert), ihr berühmtes Äußeres wurde jedoch durch spätere barocke und neoklassizistische Anbauten geprägt – ein Spaziergang hierdurch fühlt sich wie eine historische Erkundung an: Was ist antik und was wurde später „aufgehübscht“? Besuchen Sie in Rom die Kirche Il Gesù oder in München die Asamkirche – beides atemberaubende Beispiele barocker Dramatik.
Erleben Sie die Ordnung und Symmetrie des Klassizismus im Konzerthaus Berlin.

Autoren / Fotoquelle: Bernardo Ferreria/Pixabay.
Nach der Üppigkeit des Barock kehrte man zur Einfachheit zurück. Der Klassizismus bevorzugt klare Linien, Säulen und Ausgewogenheit. Das Berliner Konzerthaus ähnelt einem antiken Tempel, wirkt aber dennoch einladend und modern. Gebäude wie dieses scheinen zu flüstern: „Alles ist an seinem Platz.“
Entdecken Sie die Leichtigkeit und Fantasie des Rokoko in Amalienburg, Deutschland.

Autoren / Fotoquelle: Pixabay.
Das Rokoko entstand in Frankreich und verbreitete sich rasch in ganz Europa – von Paris über Dresden bis München. Überall errichteten Architekten anmutige Paläste und Gartenpavillons, die der Freizeit, nicht der Macht dienten. Es war ein Stil des Vergnügens: frei von der Schwere des Barock, aber dennoch gleichermaßen der Schönheit verpflichtet.
Ein hervorragendes Beispiel für dieses „Fest in Stein“ ist die Amalienburg, ein Jagdpavillon im Münchner Nymphenburger Park. Erbaut im 18. Jahrhundert für Kurfürstin Amalia und entworfen vom Architekten François de Cuvilliés, wirkt sie von außen bescheiden, ist aber innen ein wahrer Genuss – verspiegelte Wände, vergoldete Ornamente, blaue Paneele und ein Lichtspiel, das jeden Raum wie eine Ballettkulisse erscheinen lässt. Weitere Rokoko-Pracht finden Sie im Schloss Amiens in Frankreich oder im Schloss Sanssouci in Deutschland.
Tauchen Sie ein in ein orientalisches Märchen im maurischen Stil in der Alhambra in Spanien.

Autoren / Fotoquelle: Andrea Graziano Gervasoni/Unsplash.
Die Alhambra in Granada ist ein Palast, in dem Architektur zur Poesie wird. Geschnitzte Wände, Bögen und ruhige Innenhöfe mit Wasserbecken schaffen eine Atmosphäre von Frieden und Schönheit. Der maurische Stil spiegelt die Essenz islamischer Kunst wider – Geometrie, Muster und Licht. Ein Besuch ist ein wahrer Augen- und Sinnesschmaus.
Entdecken Sie die Kurven, Blumen und die Freiheit des Jugendstils im Castel Béranger in Frankreich.

Autoren / Fotoquelle: Snap Wander/Unsplash.
Das späte 19. Jahrhundert brachte eine neue Bewegung hervor – den Jugendstil (in Italien „Liberty“ und in Deutschland „Jugendstil“). Er zelebriert fließende Linien und Naturmotive. Hector Guimards Castel Béranger in Paris wirkt wie aus einem Märchen – alles bewegt sich, alles atmet. Ein ähnlicher Geist ist im Palazzo Castiglioni in Mailand zu spüren.
Bewundern Sie die Schönheit und Einfachheit des Funktionalismus in der Finlandia-Halle in Helsinki.

Autoren / Fotoquelle: finlandiatalo.
Funktionalismus ist einfach: Die Form folgt der Funktion. Der finnische Architekt Alvar Aalto entwarf die Finlandia-Halle sowohl praktisch als auch harmonisch – mit weißem Marmor, klaren Linien und viel Licht. Hier entsteht Schönheit durch Zweckmäßigkeit und Präzision.
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